Bäume in der Stadt

Klimawandel findet Stadt

Das Klima ändert sich – nicht nur global, sondern auch in unseren Städten. Die Folgen sind schon heute spürbar: längere Sommer, mehr Hitzetage und Hitzewellen, Tropennächte aber auch häufiger Starkregen. Neben dem Klimaschutz wird die Anpassung an den Klimawandel darum immer wichtiger. Stadtbäume sind für uns dabei starke Verbündete: Sie sorgen für Kühlung und saubere Luft im urbanen Raum, sie speichern Feuchtigkeit, spenden Schatten und verbessern nachhaltig das Stadtklima und damit unsere Lebensqualität.

Stadtbäume sind Verwandlungskünstler. Ein einziger Baum nimmt pro Jahr rund auf 500 Kilo CO2 auf und erzeugt durch Fotosynthese ausreichend Sauerstoff für mindestens drei Erwachsene. Bäume geben uns die Luft zum Atmen.
Stadtbäume sind Staubsauger. Ein Laubbaum fängt im Jahr dank seiner großen Blattoberfläche durchschnittlich 100 Kilo Feinstaub auf. Zudem filtern Bäume auch Stickoxide und reduzieren so die Konzentration gesundheitsschädlicher Stoffe. Damit tragen sie in belebten Innenstädten entscheidend zu einer besseren Luftqualität bei.
Stadtbäume sind Klimaanlagen. Unter einem Baum kann es leicht drei bis sechs Grad kühler sein in der asphaltierten Umgebung. Ein Laubbaum mit einer Krone von 15 m kann rund 160 m² Schatten werfen. An Sommertagen verdunstet er mehrere hundert Liter Wasser und entzieht so der Luft Wärme.
Stadtbäume sind Wohngemeinschaften. Um die 300 Tier- und Pflanzenarten finden in und um einen Baum herum ihr Zuhause. Bäume schaffen ökologische Nischen für unzählige Mikroorganismen, Insekten, Vögel, Säugetiere, Pilze, Flechten und Moose. Eine alte Eiche kann sogar bis zu 700 Insektenarten Platz spenden. Und auch Linden, Weiden, Apfelbäume, Ahorn oder Buche sind hervorragende Artenschützer.
(Grobe Durchschnittswerte für einen ca. 30 Jahre alten Laubbaum)


Wir brauchen Stadtbäume – und sie uns

Unsere Innenstädte sind ein hartes Pflaster für Bäume. Dichte Bebauung und steigende Temperaturen setzen ihnen zu. Darum ist es umso wichtiger, dass wir den Baumbestand in unseren Städten intensiv pflegen und mit geeigneten Baumarten weiter ausbauen. Wer genau hinschaut, findet gerade in der Stadt Erstaunliches: Hier tummeln sich Maskenbienen, Schornsteinwespen, der Admiral, das Grüne Heupferd, der Zilpzalp oder die Kohlmeise. In Stadtquartieren mit Naturgärten und vielfältigem Grün kann die Biodiversität sogar grösser sein als im Umland.

 

Was Du tun kannst

  • Teilen: Unsere Plakatmotive downloaden, versenden, auf sozialen Medien teilen oder einfach ausdrucken und im Büro, im Verein oder in der Schule aufhängen

  • Begrünen: Balkon, Dach, Fassade und Aussenflächen naturnah und artenvielfältig gestalten – mit heimischen Pflanzen, Insektenhotels, Nisthilfen und Urban Gardening

  • Entspannt leben und leben lassen: einfach mal aufs Rasenmähen verzichten

  • Achtsam sein: Naturschutzgebiete und öffentliche Grün- und Wasserflächen verantwortlich nutzen und keinen Abfall hinterlassen

  • Dich engagieren: für Klimaschutz stark machen und politische Entscheider*innen zum Handeln auffordern

 

Was Deine Stadt tut

  • Sie erhält und pflegt Stadtbäume und pflanzt neue.

  • Sie pflegt und gestaltet öffentliche Grünräume naturnah.

  • Sie pflegt städtische Wälder mit Blick auf Artenschutz und Naturvielfalt.

  • Sie engagiert sich für Natur- und Landschaftsschutz.

  • Sie renaturiert Gewässer und Grünflächen.

 

Stadtbäume in der 2000-Watt-Region

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Mehr zur 2000-Watt-Kampagne

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Wie viel Energie darf jeder Mensch durchschnittlich verbrauchen, damit wir die Klimaerwärmung begrenzen und knappe Ressourcen verantwortungsvoll nutzen? Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich haben es ausgerechnet: 2000 Watt.

 

Neun Städte, eine Initiative

So wie wir heute leben, verbrauchen wir viel Energie. Volle Teller, volle Taschen, volle Schränke, volle Strassen. Wir leben ein volles Leben. Zu voll? Mit einer gemeinsamen Informationskampagne zeigen neun Städte in der Dreiländerregion Deutschland-Österreich-Schweiz eine energiesparende Alternative auf: die Idee der 2.000-Watt-Gesellschaft.