Stadtklima

Klimawochen Winterthur

Die Gletscher schmelzen, Städte werden zu Hitzehotspots und Dürren nehmen weltweit zu. Keine gute Aussicht. Auf der Welt, in der Schweiz, in Winterthur gehen Menschen daher auf die Strasse, demonstrieren und fordern ein Umdenken, Gesetze, Massnahmen. Von der Politik, von der Wirtschaft, von den Behörden.

Grosse Hürden wurden bereits genommen. Die Winterthurer Bevölkerung nahm 2012 den Gegenvorschlag zur Initiative „Winergie 2050 – Winterthurs Energiezukunft ist erneuerbar“ an. Damit hat sie beschlossen, dass bis im Jahr 2050 die 2000-Watt-Gesellschaft erreicht wird und die CO2-Emissionen auf zwei Tonnen pro Jahr und Kopf reduziert werden. Die Schweiz hat 2015 zusammen mit über 180 Staaten das Pariser Abkommen ratifiziert, der Bundesrat will bis 2050 eine klimaneutrale Schweiz. Vor etwas mehr als einem Jahr fand im Winterthurer Gemeinderat eine Klimadebatte statt, die Motion „Netto-Null bis 2050“ und zahlreiche Vorstösse wurden eingereicht, die letzteren seither beantwortet. Zudem hat Mitte Juni 2020 das Schweizer Parlament mit grosser Mehrheit das revidierte CO2-Gesetz verabschiedet und Mitte Juli 2020 Winterthur die „Klima- und Energie-Charta Städte und Gemeinden“ unterzeichnet.

Sie sehen, vieles ist in Bewegung. Und die Stadt Winterthur hat auf ihrem Weg zur 2000-Watt-Gesellschaft bereits relevante Treibhausgasreduktionen erzielt. Doch dies reicht nicht. Der neueste Klimareport vom Weltklimarat zeigt: Zur Stabilisierung der Klimas müssen die Treibhausgasemissionen auf netto Null sinken. Und das möglichst schnell, der Faktor Zeit spielt eine entscheidende Rolle. Oder anders gesagt: Wenn wir im gleichen Tempo wie bisher weitermachen, werden sich bis Ende dieses Jahrhunderts die durchschnittlichen Temperaturen um fünf, in der Schweiz sogar um sechs bis sieben Grad erhöhen. Fünf Grad sind viel. Man vergegenwärtige sich: Während der letzten Eiszeit war es fünf Grad kälter und Europa gefroren.

Das Klima geht uns alle an

Den Weg aus der Klimakrise können wir nur gemeinsam gehen. Die Stadt Winterthur arbeitet mit Hochdruck an der Revision des Energiekonzepts 2050 und der Stadtrat wird Anfang 2021 der Politik und der Winterthurer Bevölkerung präsentieren, welche konkreten Massnahmen notwendig sind, damit unsere Stadt bis ins Jahr 2050 eine Bilanz von Netto-Null aufweist, und wie viel diese Massnahmen kosten. Das schafft Verbindlichkeit für die Umsetzung. Und gibt neue Impulse. Gleichzeitig braucht es aber auch die Bereitschaft der Winterthurer Bevölkerung, diese Massnahmen und Kosten zu tragen. Und das Engagement der Unternehmen, der Vereine, ja, jedes einzelnen von uns für den Klimaschutz.

Wir möchten Sie auf eine Reise mitnehmen

Wir möchten Ihnen zeigen, wo sich Winterthurs Klima verändert, wie Klimaschutz in der Stadt geplant, umgesetzt und gelebt wird, wie die Anpassung an den Klimawandel aussehen kann, und wo wir vor der Herausforderung stehen, die Treibhausgasemissionen zusätzlich zu senken. Lassen Sie sich inspirieren, vernetzen Sie sich, erfahren Sie Neues. Ich danke allen, die diesen vielfältigen Veranstaltungskalender möglich machen und ganz besonders danke ich den Winterthurerinnen und Winterthurern, die uns davon erzählen, wie sie Klimaschutz in ihrem Alltag leben.

Ihre Barbara Günthard-Maier
Stadträtin / Vorsteherin Departement Sicherheit und Umwelt

 

Klimawochen Winterthur: Vom 22. August bis 30. September 2020 warten 25 Veranstaltungen, eine Reise durch die Quartiere und tolle Preise mit Cyclomania. Urban Mining, Klimaspuren im Kunstmuseum oder ein Spaziergang entlang des wilden Landschaftsparks Töss: Der Umwelt- und Gesundheitsschutz Winterthur lädt ein.

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